top of page

Sapote.....diesmal orange statt schwarz.

  • Autorenbild: Heiko Hellwig
    Heiko Hellwig
  • 19. Dez. 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Unsere Vermieter David und Eliza schickten uns einen Link aus Wales, ihrer temporären Heimat, welcher uns vor das Tor eines hiesigen Nachbarn führte. Dort fanden wir einen grossen Korb voll harter brauner Früchte. David hatte sie als "exotic fruit" beschrieben. Da kann unsere Neugier absolut nicht widerstehen! Ok die Dinger sind hart, hölzern und ungeniessbar. Wohl einfach nicht reif diese seltsamen Früchte, die aussehen wie eine Mischung aus Kartoffel und Kiwi.

In den folgenden Tagen wird eine nach der anderen weich und wir schneiden die erste auf. Orange-braun goldenes Fruchtfleisch kommt zum Vorschein mit einer Konsistenz seeeeehr Reifer Birnen. Man kann sie aus der hauchdünnen Schale löffeln wie eine Kiwi, oder schälen und in Stücke schneiden. Im inneren finden sich ein bis drei schwarzglänzende, mandelförmige Kerne, die wir zur Seite legen. Und ein Geschmack hmmmmmm von ganz feinem Karamell mit etwas Birne und Pfirsich dazu. Am leckersten schmeckt sie eisgekühlt, auch als Smoothie, und mit etwas Limettensaft vom hauseigenen Baum überträufelt. Sehr köstlich, diese exotic fruit!

Und was ist das Nun? Sapote! Ja genau den Namen habt ihr schon mal gelesen im Beitrag über Bernardos schwarze Medizin. Da ging es um die schwarze Sapote. Diese hier gehört einem anderen Zweig dieser tollen Fruchtfamilie an. Sie gibt es dann auch in dunkelrot und violett... Ausserdem erzählen im www Viele von zahlreichen gesunden, anregenden, unfassbar gesunden Bestandteilen dieser Exoten. Auch heilende Ingredienzen soll sie enthalten und sogar Depression lindern können.


Wir jedenfalls werden nicht in Depression verfallen, solange Mexico uns im hiesigen Winter mit solchen Köstlichkeiten versorgt. Die aufgehobenen Kerne verschicken wir gerne an die Interessierten unter euch aus dem warmen Süden Europas. Kälte verträgt Sapote nämlich überhaupt nicht!

Lagern lässt sich diese empfindliche Frucht noch weniger lange als Pfirsiche.

Hier im Dschungel ist alles schnelllebiger - wächst schneller und verdirbt auch schneller. Dafür kommt auch rasch etwas Neues. Man muss stets wach und offen bleiben, muss sich mit diesem überschießenden Leben mitbewegen - so auch z.B. im Autoverkehr, der für deutsche Autofahrer ähnlich gewöhnungsbedürftig ist wie der z.B. der in Kairo.


Die überschiessende Natur ist für uns deutlich genießbarer. Und erleichtert (oder belohnt ?) die andauernde Herausforderung an das Mitfließen mit den durchaus un-deutschen lHerausforderungen dieses Landes.



 
 
 

Comments

Rated 0 out of 5 stars.
No ratings yet

Add a rating

Subscribe Form

Thanks for submitting!

© 2023 by Heiko and Juliane

bottom of page